Cognitive Tools in multimedialen, webbasierten Lernumgebungen

Lernen über das Internet ist derzeit nicht nur für Hochschulen ein brandaktuelles Thema. Nach einer Studie der International Data Corporation (IDC) vom März 1999 würden fast 100% der befragten Unternehmen den Einsatz von TeleLearning-Maßnahmen empfehlen, 60% sogar dringend. Die Vorteile des "Learning on demand" liegen auf der Hand: Die Lerninhalte stehen jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung und können auf einfache und bequeme Weise fortwährend aktualisiert werden; "multimediale" Techniken gestatten gänzlich neue Formen der Präsentation und Interaktion mit Lerninhalten.
In den meisten bisher verfügbaren webbasierten Lernumgebungen wird jedoch gerade der letztgenannte Aspekt, die Interaktion mit den Lerninhalten, sträflich vernachlässigt. Und das, obwohl gerade das Internet dem Lernenden ein enormes Potential böte, unter Einbeziehung beliebiger Informationsquellen eigene "Wissensräume" zu gestalten - wenn nur die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung stünden. Benötigt werden hierfür
sogenannte "Cognitive Tools", d.h. Werkzeuge, mit denen Informationen gesammelt und strukturiert sowie Zusammenhänge veranschaulicht werden können. Dies kann eine einfache Bookmark-Verwaltung sein oder ein komplexes MindMapping-Tool (siehe z.B. http://www.mindmanager.de).
In dieser Diplomarbeit soll zunächst untersucht werden, welche Arten von Cognitive Tools für webbasierte Lernumgebungen geeignet sind. Auf der Basis dieser Problemanalyse soll ein entsprechender Anforderungskatalog für die Lernumgebung unseres "Companion"-Systems erarbeitet werden. Im konzeptionellen Teil ist mindestens ein aus dem Anforderungskatalog ausgewähltes Cognitive Tool zu modellieren, das anschließend im praktischen Teil prototypisch in Java implementiert werden soll.

Betreuung:
Dipl.-Inform. Thomas Brückner
Dipl.-Inform. Frank Schuster

Veranstaltungen

Keine News in dieser Ansicht.